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Sächsisches Postamt auf preußischem Staatsgebiet – Crossen

Stefan Kolditz, Gelenau

Kaiser Napoleon errichtete über die Verträge von Tilsit das Herzogtum Warschau als polnischen Satellitenstaat im Abhängigkeitsverhältnis zu Sachsen (Artikel 15). Sachsen regierte das Herzogtum in Personalunion.

Da zwischen Sachsen und dem Herzogtum Warschau preußisches Territorium lag, wurde gleichzeitig die Verbindung der beiden Gebiete über eine Heerstraße festgelegt (Artikel 16).  Diese Straße verlief von Sachsen über die preußischen Orte Crossen und Züllichau nach Posen und Warschau.

Hinsichtlich der Post hatte die Heerstraße durch preußisches Staatsgebiet allerdings auch Folgen. So entstand in Crossen und Züllichau eine sächsische Postanstalt mit Pferdewechselstation auf preußischem Territorium.

Zumindest von Crossen liegt ein Postschein vom 25. Februar 1809 vor. Von der Postanstalt Züllichau sind keine Belege bekannt.

Im Rundbrief der FG Nr. 109 ist ein ausführlicher Beitrag zum IV. Koalitionskrieg 1806 / 1807 – Auswirkungen auf das sächsische Postgebiet enthalten.

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